Menü schließen

Die Neuauflage der Veranstaltung ‚MES im Fokus‘ im oberösterreichischen Eggelsberg Ende Januar 2014 war ein großer Erfolg. Dies bestätigten viele der mehr als 80 Teilnehmer und auch der Gastgeber, der Automatisierungsspezialist B&R.

Mehr als 80 Teilnehmer besuchten die zweitägige Veranstaltung ‚MES im Fokus‘ des MES D.A.CH Verband e.V., die in Eggelsberg nahe Salzburg stattfand. In seinen einleitenden Worten hob Prof. Dr. Kletti, 1. Vorsitzender des Vorstands vom MES D.A.CH Verband, die Bedeutung von MES-Lösungen für eine moderne Fertigung hervor: „Ohne MES gibt es eine Datenflut, die von ERP-Systemen nicht bewältigt werden können.“ MES-Lösungen verdichten die Daten zu wertvollen Informationen und übernehmen die Feinplanung der Fertigung. Rüst- und Wartungszeiten lassen sich ebenso wie Stillstände und Ausfallzeiten spürbar minimieren. Die Produktivität wird signifikant gesteigert. Herausgestellt wurde die Bedeutung von MES für die Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten. Peter Gucher, General Manager bei dem Gastgeber B&R, bestätigte in seinen einleitenden Worten, dass sich weitere Optimierungen von Produktionsprozessen heutzutage größtenteils nur mehr durch intelligente Software erreichen lassen.

Um eine reibungslose Kommunikation zwischen MES-Lösungen und den unterschiedlichen Fertigungseinrichtungen zu ermöglichen, unterstützt der MES D.A.CH Verband mit UMCM (Universal Machine Connectivity for MES) einen einfachen, standardisierten Zugriff auf die Produktionsdaten. Diese neue Schnittstelle umfasst die physikalische Anbindung der Maschine wie auch deren Software-Protokolle.

Eine möglichst fehlerfreie Produktion thematisierte Vincent Truppe, Key Account Manager bei der Pickert & Partner GmbH in Karlsruhe, in seinem Vortrag, in dem die wichtige Rolle von MES für die Qualitätssicherung herausgestellt wurde. Zu den Referenten gehörten auch einige Anwender: So berichtete Thomas Brottrager, EDV-Leiter und IT-Administrator der STIA Holzindustrie GmbH in Admont/Österreich, über die Produktivitätssteigerung und die Erhöhung der Transparenz in der Fertigung des international agierenden Betriebs. MES-Anwender Dietmar Quatember, Leiter IT SALINEN Austria AG aus Ebensee/Österreich, stellte „die kundengetriebene Salzproduktion mit hochgradiger Rückverfolgbarkeit“ vor. Nach jedem Vortrag kam es zu ergiebigen und teilweise auch kontroversen Diskussionen.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war auch der Betriebsrundgang durch die moderne B&R-Fertigung. Mit Automatisierungstechnik aus dem eigenen Haus wurde nicht nur eine komplette Durchgängigkeit von der Feld- bis zur ERP-Ebene erreicht, sondern auch Industrie 4.0-Konzepte erfolgreich umgesetzt. Die Teilnehmer zeigten sich mit der Organisation und dem gebotenen Programm überaus zufrieden.

Als nächste Veranstaltung richtet der MES D.A.CH Verband im Rahmen vom Automatisierungstreff 2014 zwei Anwender-Workshops mit dem Thema ‚MES in der Praxis – Marktüberblick und Branchenbeispiele von der Automations- bis zur ERP-Ebene‘ aus. Den Teilnehmern bietet sich die Möglichkeit, an 2 Tagen 11 unterschiedliche MES-Systeme und 3 Individual-Entwicklungen in Form konkreter Praxisbeispiele miteinander zu vergleichen und branchenspezifische Anforderungen besser zu verstehen.

‚Verbinden heißt UMCM‘ ist ebenfalls ein Schwerpunktthema in beiden Workshops. Mit der Schnittstelle UMCM – Universal Machine Connectivity for MES – wird ein standardisierter Zugriff auf Produktionsdaten definiert. Von dieser Lösung profitieren alle Anwender von Lösungen aus den Bereichen MES sowie der Automatisierungstechnik.

Weitere Informationen zu unseren Anwender-Workshops entnehmen Sie bitte der Internetseite www.automatisierungstreff.com/workshops.

 

MES D.A.CH Verband e.V.
Autor: Ronald Heinze