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Am 28. und 29. März 2017 hatte der MES D.A.CH Verband e.V. zu ‚MES in der Praxis‘ in die Kongresshalle Böblingen im Rahmen der Veranstaltung Automatisierungstreff eingeladen. Hersteller und Anwender stellten neben den wichtigen MES-Grundlagen neue Trends und realisierte Branchenlösungen vor. Ebenfalls nicht zu kurz kam die Bedeutung von MES als Datendrehscheibe und entscheidendes Element für Industrie 4.0.

Viele Fertigungsunternehmen stehen momentan in der Evaluierungsphase, inwieweit Manufacturing Execution Systems (MES) ihnen bei der Erhöhung der Effizienz unterstützen können. Mit der Umsetzung der Anforderung von Industrie-4.0-Konzepten wächst die Bedeutung von MES-Lösungen in der fertigenden Industrie. Dies unterstreicht die hohe Resonanz, welche die beiden Anwender-Workshops ‚Manufacturing Execution Systems in der Praxis‘ vom MES D.A.CH Verband mit Sitz in Ilsfeld auf sich zogen. Insgesamt 70 Teilnehmer kamen zu den praxisnahen Workshops, obwohl erst wenige Wochen vorher, Anfang Februar, die große Fachveranstaltung ‚MES im Fokus‘ vom Verband ausgerichtet wurde. Die beiden Workshops am 28. und 29. März 2017 in der Kongresshalle Böblingen im Rahmen der Fachveranstaltung ‚Automatisierungstreff – IT & Automation‘ vermittelten einen perfekten Überblick über den Nutzen von MES.

Vor allem der unmittelbare Bezug zur Praxis war einer der herausragenden Merkmale dieser beiden Workshops. Es wurden unterschiedliche MES-Lösungen führender Anbieter, wie camLine GmbH, COSMINO AG, CSM Systems AG, MPDV Mikrolab GmbH, nuveon GmbH, Opdenhoff Technologie GmbH, Pickert & Partner GmbH, Siemens Industry Software GmbH und SYNCOS GmbH mit engem Praxisbezug sowie auch realisierte MES-Anwendungen, zum Beispiel bei Eurac Lemgo GmbH, STIWA Automation GmbH und znt Zentren für Neue Technologien GmbH vorgestellt.

Nach jedem Vortrag gab es die Möglichkeit, in einen intensiven Dialog mit den Referenten zu treten. Dr. Olaf Sauer vom Fraunhofer Institut IOSB referierte über die Bedeutung von MES für Industrie 4.0. Dr.-Ing. Harald Hoff von der HIR GmbH gab einen Marktüberblick über MES-Lösungen und wertvolle Tipps für den Start in diese Thematik. Prof. Dr. Florian Kerber von der Hochschule Augsburg schilderte aktuelle Trends zu Industrie 4.0 aus Sicht der Wirtschaft und der Wissenschaft.

Darüber hinaus stand die Anbindung der MES- an die Produktionsebene mit mehreren Vorträgen auf der Tagesordnung. So zum Beispiel wurden neuste Entwicklungen rund um die industrielle Kommunikationsarchitektur OPC UA aus erster Quelle vorgestellt. Stefan Hoppe, Vice President der OPC Foundation, nahm Stellung zu Status und Adaption von OPC UA. Thomas Lantermann, Senior Business Development Manager bei Mitsubishi Electric Europe B.V., berichtete über Cyber Security im Rahmen von Industrie 4.0 und MES-Lösungen.

Autor: Ronald Heinze, 3. Vorstand