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Das Schweizer Familienunternehmen Blaser Swisslube AG mit Hauptsitz in Hasle-Rüegsau, stellt seit 70 Jahren Schmierstoffe her und vertreibt diese weltweit. Einen wesentlichen Anteil machen dabei die so genannten Kühlschmiermittel aus, welche in der metallverarbeitenden Industrie verwendet werden. Generell besteht deren Herstellung aus vier grundsätzlichen Prozessen: Dosieren, Rühren, Heizen, Umwälzen. Im Detail gestaltet sich diese Tätigkeit weit komplexer; je nach Rezeptur werden z.B. zwischen 10 und 20 Komponenten miteinander kombiniert.

Geld sparen und die Umwelt schützen

Dass sich über Generationen angesammeltes Know-how und der Einsatz von Hightech nicht widersprechen, zeigen die Fertigungsanlagen im schweizerischen Emmental. Hier werden täglich um die 100.000 l (Kühl)Schmierstoffe, Schneideöle und Fette hergestellt. Dabei werden diverse Inhaltsstoffe verschiedenster Viskosität miteinander kombiniert. Damit sich diese auch vermischen, muss die Prozesstemperatur stimmen. Dazu werden die Mischbehälter der verschiedenen Produktionsanlagen beheizt. Bislang wurde die Wärmeenergie in Form von Thermoöl oder Prozesswarmwasser permanent in einer definierten Höhe bereit gestellt.

Betrachtet man jedoch den Produktionsprozess genauer, stellt man fest, dass die Tanks nur während relativ kurzer Zeiten auf der richtigen Temperatur gehalten werden müssen. Hier sahen die Schmierstoffexperten einen Ansatzpunkt für Verbesserungen und im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Energiezentrale wurde versucht, mit einem sinnvollen Energiemanagement Energie und Kosten einzusparen und aktive Energierückführung zu betreiben. In Rezepten für das jeweils hergestellte Produkt sind dazu nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die benötigten Temperaturen hinterlegt.

Der Anlagebediener meldet seine Anlage über ein Zeitmanagement vor Produktionsbeginn bei der Energiezentrale an. Dort liegen alle Informationen zum Energiebedarf vor samt den Angaben, welcher Kessel derzeit auf welcher Stufe arbeitet und welche Produktionsanlagen derzeit angemeldet sind. Die SPS errechnet die gesamte angemeldete Leistung, sowie die höchste angeforderte Temperatur. Schnell hat man dabei festgestellt, dass nicht immer der 750 kW-Thermoölkessel benötigt wird, sondern dass in vielen Fällen die 250 kW des kleineren Kessels ausreichen. Je nach Bedarf wird also der eine oder andere Thermoölkessel eingesetzt und erst wenn der momentan in Betrieb stehende Kessel bei höchster Brennstufe auf Volllast läuft und weitere Energie benötigt wird, schaltet die Anlage den zweiten Kessel zu. Ebenso wird mit der Erzeugung des Prozesswarmwassers vorgegangen.

Vor Einsatz dieser Lösung wurde für die Wärmeerzeugung der Produktion circa 150.000 l Heizöl pro Jahr verbraucht. Mit der neuen Energiezentrale und dem Energiemanagement sind es heute nur noch knapp 85.000 l, eine Ersparnis von fast 45%, die deutlich zu Buche schlägt. Gleichzeitig leistet die Anlage so aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz durch Einsparen fossiler Rohstoffe sowie der deutlichen Reduktion des CO2-Ausstoßes. Zur Unterstützung der einzelnen Fertigungsschritte und deren Vernetzung sind verschiedene Produkte der Firma GE Intelligent Platforms im Einsatz. Diese werden in der Schweiz exklusiv durch die Firma B+I Automation AG vertrieben.

Für die Visualisierung der einzelnen Produktionsbereiche wie z.B. Misch-, Abfüll-, Transportanlage oder der Energiezentrale wird das Visualisierungssystem Proficy HMI/SCADA Cimplicity eingesetzt. Der Proficy Historian Server – eine auf industrielle Anforderungen optimal abgestimmte Datenbank – speichert alle Prozessdaten wie Temperaturen, Füllstände, zugegebene Inhaltstoffe samt Rohstoffcode usw. ab. Und schließlich erlaubt das Proficy Real Time Information Portal (RTIP) dank webbasiertem Aufbau den Zugang zu allen historischen und online-Daten von überall auf der Welt.

Ein Grund warum sich die Schmierstoffexperten für Lösungen aus dem Hause der Automatisierungsexperten entschieden haben, ist die gute Betreuung vor Ort durch die Firma B+I Automation AG mit Sitz in Balsthal, dem offiziellen Schweizer Distributor von GE Intelligent Platforms. „Mit deren Mitarbeitern arbeiten wir schon seit Jahren zusammen und wissen, dass wir gut beraten sind. Bei Fragen oder Problemen haben wir bisher immer umgehend zuverlässigen Support erhalten“ berichtet Martin Siegenthaler, zuständig für die Prozessautomation und Anlagenbetreuung bei Blaser Swisslube AG. „Und da uns Service, Dienstleistung und Verfügbarkeit eines Produktes ebenso wichtig sind wie der Anschaffungspreis, ist uns die Entscheidung hier relativ leicht gefallen.“

 

Pressekontakt:
Remo Ingold,
bi automation ag, remo.ingold@bi-automation.ch