Menü

Alpro ist seit 25 Jahren ein fester Begriff, wenn es um die gesunde und nachhaltige Entwicklung und Herstellung, sowie den Verkauf von Lebensmitteln und Getränken auf Sojabasis geht. Bei Alpro ist die Philosophie „People, Planet, Profit“ mehr als nur ein paar Wörter. Das ganze Unternehmen ist von dieser Philosophie durchdrungen. Eines der Unternehmensziele ist die CO2-neutrale Produktion. Hier hat Alpro in den letzten 3 Jahren mit Hilfe von Energie-Monitoring große Schritte machen können. Dominique Hamerlinck ist Divisional Energy and Utility Manager und berichtet zusammen mit Production Project Manager Stéphane Casteleyn, wie Energie bei Alpro zu einem beherrschbaren Faktor geworden ist.

Jeder Schritt bedeutet Gewinn

Stéphane Casteleyn: „Alpro stellt pflanzliche Nahrungsmittel her, die von Natur aus gesund sind. Nachhaltigkeit ist also ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung und daher war es nur ein kleiner Schritt, sich auf Energieeinsparung zu fokussieren.” Ein kleiner Schritt, aber der Weg zu CO2-neutraler Produktion dauert Jahre. Dominique Hamerlinck dazu: „Wir haben dafür einen 4-Stufenplan eingesetzt. Der erste Schritt ist die Prozessoptimierung, d. h. der Produktionsprozess soll so reibungslos wie möglich ablaufen, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Der zweite Schritt ist die Utility-Optimierung. Das bedeutet, dass Dampf, Wasser und Elektrizität gemessen und damit beherrschbar werden. In unserer Firma sind zurzeit ungefähr 200 Zähler installiert, die uns Informationen liefern. So können wir bei eventuellen Abweichungen sofort eingreifen.” Der dritte Schritt ist die energetische Integration. In dieser Phase wird die freigesetzte Restwärme wiederverwendet. Dazu Stéphane Casteleyn: „Die beispielsweise vom Sterilisator freigesetzte Wärme wird zur Erwärmung der Gebäude genutzt. So wird unser ganzes Gebäude, also auch alle Büros, mit wiederverwendeter Energie erwärmt.” Als Letztes wird der restliche Energiebedarf von Alpro durch erneuerbare Energien gedeckt: Es existiert eine Biogasanlage, bei der das Gas später in Ökostrom umgewandelt wird. Abschließende Schritte müssen noch unternommen werden, aber der Energieverbrauch pro produzierte Tonne ist in wenigen Jahren schon um 25 % gesenkt worden.

Zähler und Menschen

Zurzeit sind bei Alpro 200 Zähler installiert, die Dampf, Wasser und den Elektrizitätsverbrauch messen. Das Energie-Monitoring-System von Novotek speichert alle Daten und macht sie den Benutzern zugänglich. Denn die Benutzer sind letztlich diejenigen, die die Einsparungen realisieren müssen. Von der Geschäftsführung bis zum Wartungsmonteur, jeder im Unternehmen trägt diese Vision mit. Stéphane Casteleyn: „Wenn die Geschäftsführung nicht dahintersteht, wird nicht genug in Zeit, Geld und Know-how investiert. Das Management muss begeistert sein und die Menschen, die mit dem System arbeiten sollen, anleiten und gleichzeitig inspirieren. Unser Sitemanager sieht in einem geringeren Energieverbrauch das Ziel und zwar nicht wegen der Selbstkostenpreis-berechnung, sondern wegen der Energieeinsparung an sich.“ Nach Belgien sind die Standorte England und Frankreich an der Reihe. Alpro ist nach der internationalen Umweltnorm ISO 14001 zertifiziert und entspricht schon jetzt den EU-Umweltstandards für 2020. Die Chancen stehen ausgezeichnet, dass Alpro im Jahr 2020 CO2-neutral produzieren wird.

Autor:
Klaus Merz, NOVOTEK GmbH