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Am 10. und 11. April 2018 hatte der MES D.A.CH Verband e.V. zu den Gemeinschaftsworkshops MES in der Praxis in die Kongresshalle Böblingen im Rahmen der Veranstaltung Automatisierungstreff eingeladen. Hersteller und Anwender stellten neben den wichtigen MES-Grundlagen neue Trends und realisierte Branchenlösungen vor. Ein weiterer Schwerpunkt an beiden Tagen war die Bedeutung von MES für Industrie 4.0 und die Anbindung von MES an die Maschinenebene.

Manufacturing Execution Systems (MES) unterstützen Fertigungsunternehmen bei der Erhöhung der Effizienz. Mit der Umsetzung der Anforderung von Industrie-4.0-Konzepten und der digitalen Transformation wächst die Bedeutung von MES-Lösungen in der fertigenden Industrie. Einen erstklassigen Überblick über den Nutzen von MES vermittelten die beiden Workshops Manufacturing Execution Systems in der Praxis, die der MES D.A.CH Verband e.V. mit Sitz in Ilsfeld veranstaltete, und die am 10. und 11. April 2018 in der Kongresshalle Böblingen im Rahmen der Fachveranstaltung Automatisierungstreff – IT & Automation stattfanden. Zu den beiden Workshop-Tagen kamen etwa 75 Besucher.

In der Eröffnungsrede informierte Angelo Bindi, 1. Vorstand vom MES D.A.CH Verband über die neue Schnittstelle DES4MES (Date Exchange Services for MES) zur Anbindung von MES an Maschinen. In den Workshops wurden unterschiedliche MES-Lösungen führender Anbieter, wie Böhme & Weihs Systemtechnik GmbH & Co. KG, CreativeIT, CSM Systems AG, Siemens Industry Software GmbH am ersten Tag und camLine GmbH, nuveon GmbH, Opdenhoff Technologie GmbH, Siemens Industry Software GmbH, SYNCOS GmbH und T&G Automation GmbH am zweiten Tag mit engem Praxisbezug sowie auch realisierte MES-Anwendungen, zum Beispiel bei der Schwäbischen Werkzeugmaschinen GmbH, vorgestellt. Zum Beispiel sprach Robert Ammon von Siemens über praxisnahe Digitalisierung durch Closed Loop Manufacturing. Alexander Harder von Böhme &Weihs stellte die Anforderungen an MES aus der Sicht der IATF 16949 vor. Jochen Kinauer von camLine berichtete über das Wartungsmanagement 4.0. Nach nahezu jedem Vortrag wurde die Möglichkeit genutzt, in einen intensiven Dialog mit den Referenten zu treten.

In seiner Keynote thematisierte Prof. Dr. Florian Kerber von der Hochschule Augsburg, inwieweit die Digitalisierung der Produktion und Sicherheitsanforderungen in Einklang zu bringen sind: „Technologische Innovationen und Digitalisierungstrends revolutionieren die Industrieautomatisierung.“ Eine immer wichtigere Rolle nehmen dabei die Themen Safety und Security ein. Dr. Olaf Sauer vom Fraunhofer Institut IOSB referierte am zweiten Tag über die Bedeutung von MES für Industrie 4.0. An beiden Workshop-Tagen gab Dr.-Ing. Harald Hoff von der HIR GmbH einen Marktüberblick über MES-Lösungen; seine Kernaussage: „MES ist mehr als nur Software!“ Stefan Hoppe, Vice President der OPC Foundation, nahm Stellung zu neusten Entwicklungen rundum OPC UA, zum Beispiel zum Publisher-Subscriber-Verfahren und zu OPC UA TSN. Er berichtet über Use-Cases und gab mit einer Roadmap Einblick in die nächsten Entwicklungsschritte bei OPC UA. Außerdem wies er auf die kostenlose OPC UA logo Membership hin, die einen Zugang zu den OPC-UA-Spezifikationen ermöglicht. Anja Biereigel von Mitsubishi Electric, stellte in ihrem Referat die Entwicklung von Smart Data zu Künstlicher Intelligenz heraus. Hier ging es unter anderem darum, über Muster die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Autor: Ronald Heinze, 3. Vorstand MES D.A.CH Verband e.V.

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