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Hürth, 18. August 2020 – Wettbewerbsvorteile und Qualitätssteigerung durch optimierte Prozesse: Die Stahlwerk Bous GmbH hat große Teile ihrer Produktion weiter digitalisiert. Dabei setzt das saarländische Unternehmen auf die Lösungen der IDAP Informationsmanagement GmbH. Trotz der Covid-19 Pandemie ist das neue System erfolgreich in den Produktivbetrieb gegangen.

„Um dem starken nationalen und internationalen Wettbewerb in der Stahl erzeugenden Industrie gewachsen zu sein, braucht es modernste Technologie“, erklärt Minou Kehl, MES-Verantwortliche der IDAP. „Mit der jetzigen Implementierung ist die Stahlwerke Bous ihrem Ziel, alle operativen Geschäftsprozesse auf einer integrierten IT-Plattform abzubilden, ein entscheidendes Stück nähergekommen. Die nun verfügbaren Live-Daten aus dem Shopfloor sind zudem Grundlage für fundiertere Entscheidungen.“ Der offizielle Go-Live erfolgte Anfang Juli. Nach der üblichen „heißen Phase“ läuft die Gesamtlösung aus MES und SAP nun stabil.

Im Fokus des Stahlherstellers stehen die Prozesse im Schmelzbetrieb und der mechanischen Nachbearbeitung. Hier möchte man das enorme Potenzial einer durchgehenden Digitalisierung nutzen, um neue Ansätze der Optimierung zu finden und umzusetzen. „Mit einem ERP-System allein war unser Ziel einer transparenten Fertigung kaum zu erreichen.“, beschreibt Patrick Rösch, einer der beiden Geschäftsführer der Stahlwerk Bous GmbH, die Situation vor der Zusammenarbeit mit der IDAP. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, das vorhandene SAP um leistungsfähige MES-Werkzeuge zu erweitern.”

Maximale Transparenz dank integrierter Gesamtlösung 

Produktion im Stahlwerk Bous

So wurde mit IDAP.mes eine konsequent auf SAP abgestimmte MES-Komplettlösung eingeführt. Bous nutzt die Branchenausführung Metall mit passgenauen Funktionen wie dem Splitten von Blöcken, Einzelteilverfolgung oder einer verursachergerechten Kostenverteilung bei der Ofenreise. Zusätzlich zum Modul BDE zur Betriebsdatenerfassung wurden eine Blockwaage, drei Sägen und vier Glühhauben über OPC-UA angebunden. Zudem kommen das OEE-Analyse-Cockpit sowie die mobilen Anwendungen „Lagerplatzumbuchung“ und „QM-Rückmeldung“ zum Einsatz.

Neben der Implementierung einer neuen MES-Lösung wurde die IDAP auch mit dem Ausbau des ERP-Systems betraut. Unter anderem wurde die Variantenkonfiguration eingeführt. Jetzt gibt es nur noch einen Arbeitsplan und eine Stückliste für jeweils Blockguss bzw. Strangguss. Die auf die jeweiligen Varianten bezogenen Vorgänge und Produktionsvorgaben, beispielsweise Glühtemperaturen oder Liegezeiten, werden automatisch über den Konfigurator in den Kundenauftrag und von dort in den Fertigungsauftrag übernommen.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Einführung von SAP QM inklusive Integration ins MES. Damit stehen ab sofort umfangreiche Funktionen für die Wareneingangs- und die fertigungsbegleitenden Prüfungen sowie für interne und externe Reklamationen zur Verfügung. Darüber hinaus sind detaillierte Auswertungen für das Qualitätsmanagement möglich. Im Zusammenspiel mit dem MES-Modul QDE können die Prüfergebnisse dabei direkt auf dem Shopfloor am relevanten Arbeitsplatz erfasst werden.

Bous zufrieden mit Projektverlauf

Aus dem Zusammenspiel von IDAP.mes und SAP ERP ergibt sich für Bous zu jeder Zeit ein aktuelles Bild der Fertigung: Dazu gehört etwa die Erfassung
von Ist-Leistungen und Ist-Mengen, eine umfassende Materialflussverfolgung mit Lagerorten und Lagerplätzen und der aktuelle und schnelle Überblick über die Bestände und Warenbewegungen im Rohblock- und Fertigblocklager. So werden Abläufe, die Reibungsverluste in den Prozessen verursachen, schnell erkannt. „Wir können nun kurzfristiger auf Probleme reagieren und sind jederzeit und überall in Echtzeit aussage- und entscheidungsfähig“, erläutert Dr. Jürgen Loh.

Auch mit dem Projektablauf zeigt sich der Bous-Geschäftsführer zufrieden: „Theorie und Praxis liegen oft weit auseinander, und das wahre Projektleben konfrontiert alle Beteiligten mit unvorhergesehenen Herausforderungen. Die von Anfang an enge Zusammenarbeit zwischen unseren Key-Usern und den Beratern der IDAP war ausschlaggebend dafür, dass am Ende alle Hürden und Überraschungen gemeistert wurden.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.idap.de

Über die Stahlwerk Bous GmbH:

Die Stahlwerk Bous GmbH steht für ein breites Produktspektrum an Block-guss- und Stranggussformaten, die in mehr als 800 Güten an Schmieden und Walzwerke weltweit geliefert werden. Das Unternehmen beschäftigt über 300 Mitarbeiter und ist ein Vormateriallieferant für eine Vielzahl von Branchen. Als Teil der GMH Gruppe beliefert das Werk weltweit Schmieden und Walzwerke mit Blockguss- und Stranggussformaten.

Über die IDAP Informationsmanagement GmbH:

Die IDAP Informationsmanagement GmbH aus Hürth bei Köln ist ein Digita-lisierungspartner für Unternehmen mit diskreter Fertigung. Mit jahrzehnte-langer Erfahrung und Kompetenz in den Bereichen SAP, MES, BI & Mobile begleitet das breit aufgestellte Expertenteam der IDAP Ihre Kunden sicher auf dem Weg zur smarten Fabrik. Dabei setzt die IDAP einen klaren Fokus auf logistische und qualitätsbezogene Anforderungen im SAP-Umfeld. Das Ziel sind durchgängige und integrierte Lösungen, die ERP und MES verei-nen, und sich an Prozessen orientieren und nicht an Systemen.

Über IDAP.mes:

Die Anforderungen der Fertigungsebene an die IT sind komplex – nicht erst seit Industrie 4.0. Mit der zunehmenden Vernetzung von Maschinen und IT-Systemen gewinnt die Entwicklung jedoch eine neue Qualität. Ohne Shopfloor-Funktionen und ohne zentrales Steuerungselement und Binde-glied geht es nicht. In diesem Kontext hat die IDAP speziell für die Ferti-gungsindustrie IDAP.mes entwickelt – schlanke und hochagile Werkzeuge für das Planen, Steuern und Optimieren von komplexen Produktionsumge-bungen. Dabei gilt: IDAP.mes spricht SAP – only SAP! Das heißt, die ein-zelnen Module sind zwar außerhalb vom ERP, jedoch vom Start weg kon-sequent auf SAP abgestimmt.